Thaddäus Hüppi zeichnet sich durch ein „untrügliches Gespür für das heiter Abseitige“ aus, das dazu führt, dass in seinen Arbeiten sowohl das Belustigte als auch das Belustigende zu finden ist, dass sich daraus eine Situationskomik ergibt, die den Betrachter in der Galerie, im Museum schmunzeln oder gar auflachen lässt – und auch das ist ein gänzlich untypisches Verhaltensmuster des distinguierten Publikums. Damit irritiert Thaddäus Hüppi schon seit Jahren: „mitten in die aufgeklärte, konzeptuell und selbstreflexiv orientierte Gesellschaft seiner künstlerischen Generation“ platzierter „sinnlich berückende Idyllen“, führte die Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach, Susanne Titz, in einem Ausstellungskatalog aus.
(Chris Gerbing)

Die wilden Bilder von Thaddäus Hüppi knüpfen beherzt an die unterschätzten, subkulturellen Traditionen des Grotesken in alter Volkskunst und in Comics sowie im Trash an. Er ist ein radikaler Künstler. Es geht um tatsächlich  Gesehenes, Erlebtes, im visuellen Kunstlabor im Kopf entstandene Bilder. Er importiert nicht kunstfremde Aufregerthemen aus den Pressemedien in seine Kunstals angeblicher Aktualitätsbeweis oder Beleg der moralischen Relevanz von Kunst. Ziemlich weit entfernt von Politmoden oder sonstigen Moden im Kunstbetrieb geht er davon aus, was ihn an originären Bildern in den Kopf kommt.
Matthias Winzen